Der Mondbaustein

Dieser 1,5 Tonnen schwere Baustein wurde im 3D-Druckverfahren aus künstlichem Mondstaub hergestellt, um die Möglichkeiten für den Bau eines Mondhabitats aus lunaren Materialien zu demonstrieren.

Der Baustein befindet sich im ESTEC in den Niederlanden, dem technischen Zentrum der ESA und wird bei öffentlichen Führungen von der benachbarten Space Expo besichtigt.

Für die Herstellung des Bausteins musste zunächst die strukturgebenden ,Tinte‘ unter Zugabe eines bindenden Salzes hergestellt werden, welches das Material in einen steinartigen Festkörper verwandelt. Er basiert auf einer hohlen, geschlossenen Zellstruktur, ähnlich wie bei Vogelknochen, und bietet damit eine gute Kombination aus Stabilität und Gewicht. Der Bau entstand im Rahmen eines ersten Machbarkeitsprojektes für den lunaren 3D-Druck.

Die ESA hat anschließend andere Arten des lunaren 3D-Drucks untersucht, darunter auch das Sinterverfahren und 3D-Druck mit Keramik.

In einer kürzlich abgeschlossenen Studie wurden sämtliche Möglichkeiten geprüft, wie der 3D-Druck zum Bau und Betrieb einer Mondbasis beitragen kann. In diesem Zusammenhang fand ein Wettbewerb statt, bei dem die Öffentlichkeit aufgefordert wurde, Ideen einzureichen, wie mit 3D-Druck der Mond heimischer gemacht werden könnte.

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