Persischer Golf

Der Copernicus Sentinel-3A Satellit bringt uns über den Golf. Die Meerenge am Indischen Ozean, auch bekannt als Arabischer Golf und Persischer Golf, ist knapp 1000 km lang und erstreckt sich auf eine Fläche von rund 250 000 km². Sie grenzt an acht Staaten: Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien, Bahrain, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Oman.

Im unteren Teil des Bildes sind viele dieser Länder in einem warmen Orange-Ton zu sehen. Die Farbvariationen verdeutlichen die unterschiedlichen Oberfächen und Zusammensetzungen. Einige Gebiete bestehen nur aus Sand, während andere aus einer Mischung von Gesteinen und Sand oder salzhaltigen Mineralien bestehen. Im Zentrum des Gebietes befinden sich Sanddünen, die eine der größten und trockensten Sandwüsten der Welt darstellen - die Rubh al Khali oder das Empty Quarter.

Im oberen Teil des Bildes ist Iran hingegen in braun zu sehen. Das rauhe Territorium des Landes ist deutlich sichtbar, mit bergigen Rändern, die sich über den südlichen Teil erstrecken und von Städten und anderen urbanen Siedlungen umgeben sind.

Die fünftgrößte Stadt Irans, Shiraz, ist oben links im Bild zu sehen. Einst Heimat von Weinbergen, in denen der gleichnamige Wein hergestellt wurde, beherbergt die Stadt einige der spektakulärsten Gärten des Landes und eine Reihe beeindruckender Moscheen. Die Stadt ist bekannt für ihre literarische Tradition, hier befinden sich auch die Gräber der Dichter Saadi und Hafez.

Der Golf von Oman, der in das arabische Meer mündet, ist ganz rechts im Bild zu sehen. Im Frühjahr 2018 bestätigten Unterwasserroboter eine "tote Zone" in diesem Bereich, die größer sein soll als Schottland und in der wenig bis gar kein Sauerstoff vorhanden ist. Möglicherweise ist die Ursache in der Verwendung von chemischen Düngemitteln und Abwässern zu suchen.

Die Sentinel-3 Mission erfasst und übermittelt im Rahmen des europäischen Umweltüberwachungsprogramm Copernicus Daten über unser Ozeane, Land und Eis. Mit ihr kann die Temperatur und die Höhe der Meeresoberfläche gemessen werden. Sie liefert zudem wichtige Daten für die Überwachung des Gesundheitszustandes unserer marinen Ökosysteme.

Copernicus wurde gemeinschaftlich von der Europäischen Union, der Europäischen Weltraumorganisation ESA, der Europäischen Organisation für meteorologische Satelliten EUMETSAT und deren Mitgliedsstaaten initiiert.

Dieses am 30. September 2018 aufgenommene Bild wird auch auf dem Videoprogramm Earth from Space gezeigt.

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