N° 48-2014

Pressefrühstück mit dem ESA-Generaldirektor

18 Dezember 2014

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Der Generaldirektor der ESA, Jean-Jacques Dordain, lädt die Medien am Freitag, den 16. Januar ein, um eine Zusammenfassung der wichtigsten Leistungen der ESA im Jahr 2014 und die sich im Jahr 2015 bietenden Gelegenheiten zu präsentieren.

Die Veranstaltung findet in der ESA-Hauptverwaltung, 8 rue Mario Nikis, 75015 Paris statt. Sie beginnt um 9.00 Uhr MEZ, Einlass ist ab 8.30 Uhr MEZ.

Nach der erfolgreichen Ministerratstagung am 2. Dezember wird die ESA 2015 erneut in Partnerschaft und Zusammenarbeit mit anderen europäischen Institutionen und der Industrie Missionen in allen Raumfahrtbereichen starten und die Stärke des europäischen Raumfahrtprogramms demonstrieren.

Auf dem Gebiet der bemannten Raumfahrt wird das Jahr mit dem Abdockmanöver des ATVGeorges Lemaîtrevon der Internationalen Raumstation (ISS) und dessen Wiedereintritt in die Erdatmosphäre beginnen. Das ATV-5 ist das fünfte und letzte Transferfahrzeug und bildet den Abschluss eines äußerst erfolgreichen Programms.

2015 werden drei europäische Astronauten einen Aufenthalt an Bord der ISS absolvieren. Die erste italienische Astronautin, Samantha Cristoforetti, arbeitet bereits vor Ort und wird im Mai auf die Erde zurückkehren. Der dänische ESA-Astronaut Andreas Mogensen wird im September zu einer zehntägigen Mission zur ISS aufbrechen, gefolgt von seinem britischen Kollegen Tim Peake, der im November zu einer sechsmonatigen Langzeitmission startet.

Im Jahresverlauf werden von Europas Raumflughafen in Französisch-Guayana aus mehrere Ariane-5-, Sojus- und Vega-Träger für kommerzielle und staatliche Kunden starten.

Ein Höhepunkt wird der für 11. Februar vorgesehene Start des Vorläufigen Experimentellen Fahrzeugs (IXV) sein. Bei dieser suborbitalen Mission werden die Technologien und kritischen Systeme der künftigen europäischen autonom gesteuerten Wiedereintrittsmissionen aus der niedrigen Umlaufbahn getestet.

Rosetta beflügelte 2014 die Fantasie der ganzen Welt und wird uns auch 2015 in Atem halten, wenn einige Entdeckungen der Mission enthüllt werden. Die Wissenschaftswelt erwartet zudem mit Spannung den Start von LISA Pathfinder, einer neuen Mission zur Erweiterung unseres Wissens über das Universum, bei der über die Demonstration einer Technologie zur Erkennung von Gravitationswellen der Weg für eine künftige vollständige LISA-Mission geebnet werden soll.

Die zahlreichen engen Partnerschaften der ESA werden 2015 in mehrere Starts münden.

Im Bereich Telekommunikation finden im Rahmen von öffentlich-privaten Partnerschaften zwei Starts neuer Projekte statt.

Die erste Nutzlast (EDRS-A) des europäischen Datenrelaissatellitensystems, einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der ESA und Airbus Defence & Space, wird vor dem Sommer an Bord eines von Eutelsat betriebenen Satelliten starten. Das EDRS, mit dessen Hilfe Daten von Satelliten in der nicht-geostationären Umlaufbahn übertragen werden, wird die Übertragungsgeschwindigkeit drastisch erhöhen und somit weltweit die Bereitstellung von Diensten in Quasi-Echtzeit ermöglichen.

Im zweiten Halbjahr 2015 wird dann SmallGEO gestartet. Bei SmallGEO handelt es sich um eine modulare geostationäre Mehrzweckplattform, mit der die europäische Industrie die Gelegenheit bekommt, eine bedeutende Rolle auf dem kommerziellen Telekommunikationsmarkt zu übernehmen.

SmallGEO wird hauptsächlich für den Hispasat-Satelliten AG1 eingesetzt, einer öffentlich-privaten Partnerschaft zwischen der ESA und dem spanischen Betreiber, durch die schnellere Multimediadienste für Spanien, Portugal, die Kanarischen Inseln und Amerika bereitgestellt werden.

2015 wird zudem ein wichtiges Jahr für die Errichtung der von der ESA in Zusammenarbeit mit der EU entwickelten Satellitenkonstellationen Copernicus und Galileo sein.

Im Laufe des Jahres werden die sechs nächsten Galileo-Satelliten gestartet, womit die Zahl der Navigationssatelliten in der Umlaufbahn auf 12 angehoben wird.

Für das Erdbeobachtungsprogramm Copernicus werden die Satelliten Sentinel‑2A und Sentinel-3A in die Umlaufbahn eingebracht. Sentinel-2A wird hochauflösende optische Bilder bereitstellen, während Sentinel-3A Land- und Meeresoberflächen überwachen wird.

In der Erdbeobachtung wird im Rahmen einer weiteren bedeutenden Zusammenarbeit mit dem Start von MSG-4 die Meteosat-Wettersatellitenflotte von Eumetsat erweitert.

Die Pressekonferenz des Generaldirektors kann im Internet unter www.esa.int mitverfolgt werden.

An einer Teilnahme interessierte Medienvertreter werden gebeten, sich per E-Mail unter http://bit.ly/1GvfYq8 anzumelden.

Anfahrt zur ESA-Hauptverwaltung:

http://www.esa.int/About_Us/Welcome_to_ESA/Where_to_find_us3

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 20 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik und das Vereinigte Königreich. Davon sind 18 auch Mitgliedstaaten der EU. Zwei weitere EU-Mitgliedstaaten, Ungarn und Estland, dürften demnächst neue Mitgliedstaaten der ESA werden.

Im Rahmen von Kooperationsabkommen unterhält die ESA Beziehungen zu sechs anderen EU-Mitgliedstaaten. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Darüber hinaus arbeitet die ESA mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

For further information:

ESA-Referat Medienbeziehungen
Email: media@esa.int
Tel: +33 (0)1 53 69 72 99


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