N° 3-2016

Einladung zum Start des Sentinel-3-Satelliten im Rahmen von Copernicus

01 Februar 2016

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Der dritte Satellit des europäischen Copernicus-Programms wird am 16. Februar um 18.57 Uhr MEZ vom Kosmodrom Plessezk in Nordrussland aus gestartet. Vertreter der Medien sind eingeladen, den Start auf der Hauptveranstaltung im Raumflugkontrollzentrum der ESA in Darmstadt mitzuverfolgen.

Die Sentinel-Satellitenflotte wurde für die Bereitstellung der zahlreichen Daten und Bilder entworfen, die für das Copernicus-Programm der Europäischen Kommission von zentraler Bedeutung sind. Dieses einzigartige Umweltüberwachungsprogramm läutet einen Paradigmenwechsel bei der Wahrnehmung und dem Management unserer Umwelt, unserem Verständnis und Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels und dem Schutz unseres Alltags ein.

Zur Überwachung und zum besseren Verständnis weltweiter dynamischer Verhältnisse wird Sentinel-3 mithilfe einer ganzen Reihe mitgeführter innovativer Instrumente systematisch die Ozeane, Land- und Eisflächen sowie die Atmosphäre der Erde vermessen und so für die Ozean- und Wettervorhersage wesentliche Informationen in Quasi-Echtzeit bereitstellen.

In Bezug auf unsere Ozeane misst Sentinel-3 Temperatur, Farbe und Höhe der Meeresoberflächen sowie die Dicke von Meereis. Seine Messungen dienen z. B. der Überwachung von Veränderungen des Meeresspiegels, Meeresverschmutzung und biologischer Produktivität.

Mit der Beobachtung von Landflächen wird diese innovative Mission einen besseren Überblick bei der Überwachung von Flächenbränden, der Kartierung der Landnutzung, über den Zustand der Vegetation und bei der Messung der Pegelstände von Flüssen und Seen bieten und die hochauflösenden Messungen ihrer Schwestermission Sentinel-2 ergänzen.

Sentinel-3 beruht auf zwei baugleichen Satelliten (Sentinel-3A und -3B), die zusammen für eine optimale globale Erfassung und Datenbereitstellung sorgen. So wird z. B. der Sensor zur Erfassung der Ozean- und Landfarben mit einer Abtastbreite von 1 270 km alle zwei Tage eine erdumspannende Deckung bereitstellen.

Die Mission beruht auf der engen Zusammenarbeit zwischen der ESA, der Europäischen Kommission, EUMETSAT, der französischen Raumfahrtagentur CNES, der Industrie, Diensteanbietern und Datennutzern. Die Satelliten wurden von einem Konsortium aus rund 100 Unternehmen unter der Federführung von Thales Alenia Space aus Frankreich entworfen und gebaut.

Die jüngsten Neuigkeiten und Informationen zu dieser Mission sind auf der Webseite www.esa.int/Sentinel-3 abrufbar. 

Auf Twitter kann die Mission über den Hashtag #Sentinel3 verfolgt werden.

Startveranstaltung im Raumflugkontrollzentrum der ESA (ESOC)

Einlass ist ab 17.30 Uhr MEZ. Zu Veranstaltungsbeginn sprechen der ESA-Generaldirektor, der ESA-Direktor für Betrieb und hochrangige Vertreter der Europäischen Kommission und von EUMETSAT sowie Vertreter deutscher Ministerien. Im Anschluss geben Experten einen Überblick über die sozioökonomischen Auswirkungen von Copernicus und den konkreten Nutzen der Sentinel-3-Daten für die Überwachung von Ozeanen und Landflächen.

Vor der Startveranstaltung haben interessierte Journalisten die Möglichkeit, von 15.15 Uhr bis 16.30 Uhr MEZ den Kontrollraum von EUMETSAT zu besichtigen.

Medienvertreter sollten sich bis spätestens 9. Februar 2016 auf der Webseite https://myconvento.com/public/event_register/do_register/1248325 anmelden.

Informationen über die Anreise zum ESOC: www.esa.int/gettingtoesoc.

 

Berichterstattung

ESA TV 

ESA TV wird Fernsehsendern eine Live-Satellitenübertragung oder einen Live-Videostream des Starts von Plessezk aus zur Verfügung stellen.

Filmmaterial steht im Videoarchiv zur Verfügung; neue Videoproduktionen werden voraussichtlich am 2. Februar (Technologie und Einsatz von Bewährtem bei Sentinel-3) und am 11. Februar (Copernicus) bereitgestellt.

Nähere Einzelheiten unter: http://esatv.esa.int/Television.

ESA-Portal

Auf www.esa.int/esalive und www.livestream.com/eurospaceagency kann der Start live über Videostreaming und eine Reihe aktueller Beiträge hierzu mitverfolgt werden.

Unter www.esa.int/spaceinvideos/Missions/Sentinel-3 können verschiedene Videos, darunter Interviews mit zentralen Teammitgliedern und Animationen, eingesehen werden.

Bildmaterial

Aufnahmen der Mission können auf folgenden Webseiten abgerufen werden: www.esa.int/spaceinimages/Missions/Sentinel-3 und
http://esa-photolibrary.com/.   

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Davon sind 20 auch Mitgliedstaaten der EU.

Die ESA arbeitet förmlich mit sieben anderen EU-Mitgliedstaaten zusammen. Auch Kanada nimmt im Rahmen eines Kooperationsabkommens an bestimmten ESA-Programmen teil.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU zusammen, um die Programme Galileo und Copernicus zu verwirklichen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

Nähere Auskunft erteilt:

ESA-Referat Medienbeziehungen

Tel.: +33 (0)1 53 69 72 99

E-Mail: media@esa.int

 

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