N° 52-2016

Pressekonferenz zu SmallGEO

14 Dezember 2016

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Am 18. Januar 2017 findet nach Generaldirektor Jan Wörners jährlichem Empfang der Medien in der ESA-Hauptverwaltung in Paris eine eigene Pressekonferenz zu Europas vielseitiger kleiner Nachrichtensatelliten­plattform SmallGEO statt.

Die SmallGEO-Plattformlinie bietet Satellitenbetreibern eine rein europäische Lösung für den Markt für kleinere Telekommunikations­satelliten mit schnelleren Fertigungs- und Erprobungsverfahren, geringeren Kosten und einer erweiterten Palette an Entwurfsoptionen.

SmallGEO wird in den frühen Morgenstunden des 28. Januar 2017 mit einem Sojus-Träger von Europas Raumflughafen in Kourou in Französisch-Guayana zu ihrer ersten Mission starten.

Die Plattform führt eine Telekommunikationsnutzlast von Hispasat mit, womit die erste Partnerschaft zwischen der ESA und einem spanischen Betreiber Gestalt annimmt, die auch der Sammlung von Flugerfahrung für das erste Produkt der deutschen OHB System AG als Hauptauftragnehmer dienen wird.

Bei diesem Start wird die Sojus außerdem erstmals einen mehr als 3 Tonnen schweren Telekommunikationssatelliten von Kourou aus in die Übergangsbahn zum geostationären Orbit befördern.

Der Satellit mit der Bezeichnung Hispasat 36W‑1 wird anschließend selbstständig zu seiner Einsatzposition in der geostationären Umlaufbahn über dem 36. westlichen Längengrad fliegen, von wo aus er flexible Breitbanddienste für Europa, die Kanarischen Inseln und den amerikanischen Kontinent bereitstellen wird.

Er wird hierfür den innovativen regenerativen Redsat-Prozessor verwenden, der durch die unabhängige Zuweisung von bis zu vier rekonfigurierbaren Strahlen gleichzeitig bei Anpassung der Stärke und der Ausrichtung der Strahlen je nach Bedarf eine bessere Signalqualität und höhere Geschwindigkeiten bietet. Hispasat 36W‑1 ist der erste Satellit, der diesen Prozessor verwenden wird.

Künftige SmallGEO-Plattformen werden die zweite Komponente des EDRS-Laserrelais für die weltraumgestützte Datenautobahn und die ESA-Pioniermission Electra zur Validierung eines vollständig elektrischen Antriebs mitführen.

Auf der Pressekonferenz werden der Generaldirektor, die Direktorin für Telekommunikation und integrierte Anwendungen, Magali Vaissière, der Leiter der Nachrichtensatellitenprogramme, Stéphane Lascar, die Vorstandsvorsitzenden von Hispasat und OHB System AG, Carlos Espinós und Marco Fuchs, sowie der für das Raumfahrtmanagement zuständige Direktor des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Gerd Gruppe, anwesend sein. Im Anschluss an die Erläuterungen zu SmallGEO sind 20 Minuten für Fragen und Antworten vorgesehen.

Teilnahme

Die Veranstaltung findet in der ESA-Hauptverwaltung, 8‑10 rue Mario Nikis, 75015 Paris, statt und dauert von 11.30 bis 12.30 Uhr.

An einer Teilnahme interessierte Medienvertreter werden gebeten, sich unter folgendem Link anzumelden: https://myconvento.com/public/event_register/index/1535923.

Die Medienveranstaltung wird auch auf www.esa.int über Webstreaming live übertragen. Außerdem haben Medienvertreter und die Öffentlichkeit die Möglichkeit, über Twitter (Hashtag #askSmallGEO und @ESA) während der Veranstaltung Fragen zu stellen.

Über die ESA

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA), Europas Tor zum Weltraum, ist eine 1975 gegründete zwischenstaatliche Organisation, deren Aufgabe darin besteht, europäische Raumfahrtkapazitäten zu entwickeln und sicherzustellen, dass die Investitionen in die Raumfahrt den Bürgern in Europa und anderswo zugutekommen.

Die ESA hat 22 Mitgliedstaaten: Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Luxemburg, die Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, die Schweiz, Spanien, die Tschechische Republik, Ungarn und das Vereinigte Königreich. Slowenien ist assoziierter Mitgliedstaat.

Außerdem arbeitet die ESA förmlich mit sechs EU-Mitgliedstaaten zusammen. Im Rahmen eines Kooperationsabkommens nimmt auch Kanada an bestimmten ESA-Programmen teil.

Dank der Koordinierung der Finanzressourcen und Kompetenzen ihrer Mitgliedstaaten kann die ESA Programme und Tätigkeiten durchführen, die weit über die Möglichkeiten eines einzelnen europäischen Landes hinausgehen. Des Weiteren arbeitet sie eng mit der EU bei der Verwirklichung der Programme Galileo und Copernicus und mit EUMETSAT bei der Entwicklung von Meteorologiemissionen zusammen.

Die ESA entwickelt Raumfahrzeugträger, Satelliten und Bodenanlagen, um sicherzustellen, dass Europa bei Raumfahrtvorhaben weltweit an der Spitze bleibt.

Sie entwickelt und startet Erdbeobachtungs-, Navigations-, Telekommunikations- und Astronomiesatelliten, schickt Raumsonden in entlegene Regionen des Sonnensystems und beteiligt sich an der bemannten Exploration des Weltraums. Außerdem führt sie ein umfangreiches Anwendungsprogramm zur Entwicklung von Erdbeobachtungs-, Navigations- und Telekommunikationsdiensten durch.

Mehr über die ESA: www.esa.int.

 

Nähere Auskunft erteilt:

ESA-Referat Medienbeziehungen

Tel.: + 33 (0)1 53 69 72 99

E‑Mail: media@esa.int

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