Das Europäische Astronautenkorps

1998 entschieden die am Aufbau der Internationalen Raumstation (ISS) beteiligten ESA-Mitgliedstaaten, ihre nationalen Astronautenteams mit dem bereits existierenden ESA-Astronautenteam zu einem vereinten europäischen Astronautenkorps zusammenzuschließen. Dieser Integrationsprozess wurde 2002 abgeschlossen.

Das Korps besteht derzeit aus 14 Mitgliedern aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden und Schweden. Die Astronautenabteilung des Europäischen Astronautenzentrums (EAC) in Köln unter der Leitung von Frank de Winne ist für alle Astronauten verantwortlich.

Sechs neue ESA-Astronauten (aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien) wurden im Mai 2009 nach einer einjährigen Rekrutierungskampagne ausgewählt. Sie haben ihr Basistraining im EAC im September 2009 begonnen. 

Die neuen Astronauten der Klasse von 2009 waren:

  • Samantha Cristoforetti, aus Mailand, Italien.
  • Alexander Gerst, aus Künzelsau, Deutschland.
  • Andreas Mogensen, aus Kopenhagen, Dänemark.
  • Luca Parmitano, aus Paternò, Italien.
  • Timothy Peake, aus Chichester, Großbritannien.
  • Thomas Pesquet, aus Rouen, Frankreich.

Seit Juli 2015 ist auch Matthias Maurer aus St. Wendel, Deutschland, Mitglied des Astronautenkorps. 2017 schloss er seine Astronauten-Grundausbildung ab.

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Matthias Maurer ist seit 2015 Mitglied des Astronautenkorps Access the image

Eines der Ziele des Korps ist es, den ESA-Astronauten ein exzellentes Training zu ermöglichen, um sie durch ihre so hinzugewonnene Expertise zu einem wertvollen Bestandteil einer Weltraummission zu machen. Dies dient nicht nur dem guten Ruf der ESA im Bereich der bemannten Raumfahrt, es steigert auch die Wahrscheinlichkeit, dass ESA-Astronauten für eine Mission ausgewählt werden.

Die Erfahrung der ESA-Astronauten in Flugoperationen wird nicht nur an Bord während einer Mission geschätzt; auch wenn sie nicht an Bord der ISS oder einer Raumfähre sind, unterstützen sie vom Boden aus die Flugoperationen, z.B. im Bereich der Kommunikation mit den Astronauten-Crews im All. Wenn sie nicht an einer Weltraummission am Boden oder im All mitarbeiten, unterstützen die Astronauten das ESA-Technologie-Programm in anderen Aufgabengebieten wie im Fall der Entwicklung des Weltraumlabors Columbus oder des Raumtransporters ATV (Automated Transfer Vehicle).

Außerdem sind die Mitglieder des Astronautenkorps Botschafter für die Raumfahrt. Sie sind in zahlreichen Aktivitäten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit, Konferenzen und wissenschaftlichen Vorträge involviert und teilen ihre einzigartigen Erfahrungen mit ihren Zuhörern, was ein Bewusstsein für Wissenschaft im Allgemeinen und Weltraumerforschung im Besonderen schafft.

Letzte Aktualisierung: Mai 2018

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