Satelliten zeichnen ein detailliertes Bild des Schiffsverkehrs

25 Januar 2018

Die ESA hat Küstenbehörden dabei unterstützt, bis zu 70% mehr Schiffe zu verfolgen und fast dreimal mehr Schiffspositionen per Satellit zu erfassen, als zuvor möglich war.

Große Frachtschiffe und Passagierschiffe müssen mit Anlagen des automatischen Schiffsidentifizierungssystems (AIS) ausgerüstet sein. Das System überträgt Kurs und Geschwindigkeit sowie Identifizierungs- und Positionsinformationen an andere Schiffe und Küstenstationen.

Die ursprünglich zur Verhinderung von Zusammenstößen entwickelte Technologie erfasst jetzt auch Schiffe, um Umweltverschmutzung zu verhindern, die Beförderung gefährlicher Güter zu unterstützen und die Routineüberwachung zu fördern.

Die norwegische Küstenverwaltung verwendet die Informationen, um die nationalen Küsten und Gewässer im Hinblick auf Sicherheit, Notfälle und Transportplanung zu verwalten.

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Innovativer EmpfängerAccess the image

Innovativste Empfänger, die von Kongsberg Seatex in Norwegen mit Unterstützung der ESA entwickelt wurden, wurden im vergangenen Jahr auf zwei NorSat-Satelliten zum Einsatz gebracht.

In den ersten vier Monaten des Betriebs der Satelliten wurde die Entdeckung von Identifizierungssignalen signifikant verbessert. 

Satelliten erhöhen den Sichtbereich dieser Nachrichten von etwa 74 km auf Meereshöhe bis auf 2.500 km aus der erdnahen Umlaufbahn, was bedeutet, dass mehr Schiffe gleichzeitig erfasst werden können.

Innovativer Empfänger 

In Gebieten mit hoher Seeverkehrsdichte kann die Anzahl der von Schiffen gesendeten Nachrichten so hoch sein, dass sie den Satellitenempfänger stören. Die Lösung ist eine neue Nachrichtenart, die von den Satelliten leichter empfangen werden kann und weniger durch Interferenzen von anderen Nachrichten gestört wird.

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Mehr satellitengestützte Verfolgung von SchiffenAccess the image

Carsten Tobehn, der die Beteiligung der ESA leitet, erklärte: „Der innovative Empfänger wurde mithilfe der neuesten kommerziellen Standardkomponenten entwickelt. Dank der komplexen Hardware ist eine fortschrittlichere Softwareverarbeitung möglich, was erhebliche Verbesserungen beim Erfassen der Nachrichten mit sich bringt.“

Die beiden Mikrosatelliten, auf denen die Nutzlasten befördert werden, gehören der norwegischen Raumfahrtbehörde und werden von Statsat betrieben.

Ivar Spydevold, CEO von Statsat, ergänzte: „Von den NorSat-Empfängern werden in der Regel 2,5 Millionen Nachrichten pro Tag empfangen. Das ist fast dreimal so viel wie bei den früheren Empfängern auf AISSat-1 und 2, die gemeinsam etwa 900.000 Nachrichten pro Tag empfangen haben. 

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